Nachhaltig wohnen. 3 billige Tricks, die teure Solardächer schlagen

Das Thema Nachhaltigkeit ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Immer mehr Menschen möchten in ihren eigenen vier Wänden ökologischer leben und gleichzeitig die oft explodierenden Energiekosten senken.

Doch oft scheitert der grüne Gedanke an einer massiven Hürde: Wer an „Ökologisches Wohnen“ denkt, hat sofort Bilder von riesigen Photovoltaikanlagen, teuren Wärmepumpen oder aufwendigen Fassadendämmungen im Kopf. Für Mieter oder Hausbesitzer mit schmalem Budget scheinen diese Investitionen unerreichbar.

Als Energieberater und Baubiologe muss ich hier dringend aufklären! Wahrer Klimaschutz und massive Kostensenkungen beginnen nicht auf dem Dach, sondern bei den kleinen, alltäglichen Gewohnheiten direkt im Badezimmer oder Wohnzimmer.

Ich zeige Ihnen an einem Kundenbeispiel, warum Sie kein Vermögen investieren müssen, um sofort extrem nachhaltig zu leben. Mit diesen drei simplen Mikro-Upgrades, die oft weniger als 30 Euro kosten, reduzieren Sie Ihren ökologischen Fußabdruck und Ihre Nebenkostenabrechnung drastisch.

„Ich darf als Mieter keine Solarzellen aufbauen!“

Letzten Winter beriet ich Herrn Schmidt. Er bewohnte eine große Altbauwohnung zur Miete. „Ich würde ja gerne ökologischer leben und Gas und Strom sparen“, klagte er mir. „Aber mein Vermieter dämmt das Haus nicht und ich darf keine Solaranlage anbringen. Also heize und dusche ich weiter wie bisher, auch wenn die Rechnungen immer höher werden. Ich kann ja nichts tun.“

Ich erklärte Herrn Schmidt, dass er einem weit verbreiteten Irrtum aufgesessen war. Die größte Energieverschwendung findet nicht durch dünne Wände statt, sondern durch unser eigenes, oft unbewusstes Verhalten im Haus.

Wir änderten an einem einzigen Wochenende drei winzige Details in seiner Wohnung. Das Ergebnis auf seiner nächsten Jahresabrechnung war verblüffend.

Die 3 grünen Mikro-Upgrades für jede Wohnung

Sie brauchen keinen Handwerker und kein Einverständnis des Vermieters, um diese drei effektivsten Öko-Tricks sofort umzusetzen:

  • 1. Der Sparduschkopf (Der heimliche Wasser- und Gas-Fresser)
    Warmwasserbereitung kostet enorm viel Energie (Gas oder Strom). Ein alter Duschkopf jagt oft 15 bis 20 Liter wertvolles, teuer erhitztes Trinkwasser pro Minute in den Abfluss!
    Die nachhaltige Lösung: Schrauben Sie den alten Duschkopf ab und ersetzen Sie ihn durch einen modernen Sparduschkopf (Kosten: ca. 20 bis 30 Euro). Diese Köpfe mischen die Wassertropfen mit Luft. Das Duschgefühl bleibt füllig und weich, aber der Verbrauch sinkt auf 6 bis 8 Liter pro Minute! Sie halbieren sofort Ihre Wasser- UND Ihre Heizkosten für das Duschwasser. Das rechnet sich meist schon nach drei Monaten!

  • 2. Der Standby-Vampir-Killer (Der Strom-Räuber)
    Fast jeder Haushalt lässt Fernseher, Spielekonsolen, Kaffeemaschinen und Ladekabel rund um die Uhr am Netz. Die Geräte brennen im sogenannten „Standby“-Modus still und leise weiter und verbrauchen oft 10 % Ihres gesamten Jahresstroms völlig sinnlos.
    Die nachhaltige Lösung: Kaufen Sie schaltbare Steckdosenleisten (Kosten: ca. 5 Euro pro Stück). Wenn Sie abends den Fernseher ausschalten, klicken Sie den roten Schalter an der Leiste. Der Standby-Verbrauch sinkt auf absolut Null. Eine kleine Bewegung, die das Klima schont und bares Geld spart.

  • 3. Das Smart-Thermostat (Das Ende des Über-Heizens)
    Die meisten Menschen drehen die Heizung morgens hoch und lassen sie laufen, bis sie abends von der Arbeit kommen. Der Raum ist warm, auch wenn stundenlang niemand darin war. Ein Grad Raumtemperatur weniger spart bereits 6 Prozent Heizenergie!
    Die nachhaltige Lösung: Tauschen Sie die alten weißen Drehregler an den Heizkörpern gegen programmierbare, elektronische Heizkörperthermostate aus (Kosten: ab ca. 15 Euro/Stück, einfach ohne Werkzeug aufzuschrauben). Sie können diese so programmieren, dass die Heizung tagsüber (wenn Sie arbeiten) automatisch herunterfährt und erst kurz vor Ihrem Feierabend wieder hochheizt. Es ist immer warm, wenn Sie da sind, aber Sie heizen nie wieder leere Räume!

Nachdem Herr Schmidt diese drei einfachen Upgrades für insgesamt knapp 80 Euro installiert hatte, war er schockiert, wie viel Geld und Ressourcen er in den Jahren zuvor buchstäblich in den Abfluss gespült hatte.

Denken Sie beim Thema „Ökologisches Wohnen“ auch immer gleich an unbezahlbare Hightech-Geräte und haben deshalb bisher vor klimafreundlichen Veränderungen zurückgeschreckt? Ärgern Sie sich am Ende des Jahres auch immer über hohe Nachzahlungen bei Strom und Wasser? Machen Sie den ersten Schritt noch heute! Starten Sie im Badezimmer und tauschen Sie Ihren Duschkopf aus. Speichern Sie sich diese günstigen Mikro-Upgrades ab und teilen Sie den extrem effektiven Nachhaltigkeits-Hack bei WhatsApp oder in Facebook-Foren mit Freunden, die ihre Wohnkosten ebenfalls clever senken wollen.

Hallo, ich bin Michael Christian, Inhaber des Malerfachbetriebs und Experte für ökologisches Wohnen. Seit vielen Jahren sorge ich mit natürlichen Materialien wie Kalk- und Lehmputz für ein gesundes Raumklima. Mein Praxiswissen von der Baustelle gebe ich hier auf malerharders.de an Sie weiter. Egal ob clevere DIY-Tricks, nachhaltige Renovierungen oder Hilfe bei Schimmel – ich zeige Ihnen, wie Handwerk wirklich funktioniert.

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