Zecken im Garten bekämpfen. Wie Sie mit drei simplen Pflanzen einen unsichtbaren Schutzwall für Kinder und Hunde bauen

Sobald das Thermometer im Frühling über die 7-Grad-Marke klettert, erwacht in unseren Gärten eine unsichtbare und hochgefährliche Bedrohung. Zecken lauern im hohen Gras, in Büschen und im Unterholz. Immer mehr Hausbesitzer fürchten sich davor, ihre Kinder barfuß über den Rasen laufen zu lassen oder den Familienhund unbesorgt im Garten spielen zu lassen, da die Gefahr durch Borreliose und FSME von Jahr zu Jahr steigt.

Viele Eltern greifen dann verzweifelt zu chemischen Insektensprays, die oft streng riechen und bei Hunden oder Katzen zu Hautreizungen führen können.

Als Gärtnermeister und Experte für ökologische Gartengestaltung zeige ich Ihnen eine völlig natürliche, aber extrem wirksame Alternative.

Sie müssen Ihren Garten nicht mit Chemie vergiften oder alles kahlmähen! Ich erkläre Ihnen an einem Praxisbeispiel, wie Sie mit dem strategischen Einsatz von drei ganz bestimmten Blumen und Kräutern eine unsichtbare Duft-Barriere errichten, an der die blutsaugenden Spinnentiere im wahrsten Sinne des Wortes verzweifeln.

„Unser Hund bringt jeden Tag neue Zecken ins Haus!“

Im vergangenen Mai rief mich Familie Schmidt an. Sie hatten ein Grundstück am Waldrand gekauft und freuten sich auf den ersten Sommer im eigenen Garten. Doch die Freude war getrübt.

„Unser Labrador bringt jeden Nachmittag drei bis vier Zecken mit ins Wohnzimmer“, erzählte mir Herr Schmidt besorgt. „Wir haben Angst um unsere kleine Tochter. Die Zecken sitzen überall in den Randbeeten. Was sollen wir tun? Alles mit Pflanzengift einsprühen?“

Ich hielt ihn sofort zurück. Zuerst räumte ich mit dem gefährlichsten Mythos auf: Zecken fallen nicht von Bäumen! Sie klettern auf hohe Grashalme oder krautige Pflanzen (maximal bis auf Kniehöhe) und lassen sich im Vorbeigehen von Mensch oder Tier abstreifen. Sie jagen nicht mit den Augen, sondern mit einem hochsensiblen Geruchssinn (dem sogenannten Haller’schen Organ). Sie riechen Milchsäure und Atemluft.

Wenn wir diesen Geruchssinn massiv stören, flüchtet die Zecke.

Der unsichtbare Schutzwall: Die Anti-Zecken-Pflanzung

Ich riet Familie Schmidt, die Übergänge zwischen dem Rasen und den Sträuchern (wo sich die Zecken meist verstecken) komplett umzugestalten. Wir nutzten die älteste und stärkste Waffe der Natur: Ätherische Öle und natürliche Insektizide, die von Pflanzen selbst produziert werden.

Wenn Sie diese drei Pflanzen strategisch um die Spielbereiche oder an den Gartenrand pflanzen, schaffen Sie eine „No-Go-Area“ für Zecken:

Die Abwehr-Pflanze Botanische Wirkung auf die Zecke Der perfekte Pflanzort im Garten
1. Dalmatinische Insektenblume (Chrysanthemum cinerariifolium) Diese weiße Margerite produziert reines Pyrethrin. Das ist ein natürliches Nervengift für Insekten. Die Industrie gewinnt daraus Mückensprays! Zecken meiden die Nähe dieser Pflanze instinktiv. Als dichte Reihe an die Ränder der Rasenfläche (Übergang zu Hecken oder Wäldern) pflanzen.
2. Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) & Rosmarin Die extrem starken ätherischen Öle (besonders Kampfer und Eukalyptol) stören die feinen Geruchsrezeptoren der Zecken massiv. Sie „erblinden“ quasi und flüchten vor dem Geruch. Als dichte, kniehohe Hecke rund um die Terrasse oder den Sandkasten der Kinder pflanzen.
3. Katzenminze (Nepeta cataria) Enthält den Wirkstoff Nepetalacton. Studien haben bewiesen, dass dieser Stoff Insekten und Spinnentiere fast so effektiv abwehrt wie die stärksten chemischen Zeckenmittel (DEET). Perfekt für trockene Beete. Achtung: Lockt (wie der Name sagt) Hauskatzen an, was für Hundebesitzer zu beachten ist!

Ein sicherer Garten für die ganze Familie

Wir bepflanzten die Randbereiche bei Familie Schmidt dicht mit einer Mischung aus Lavendel und Insektenblumen. Zusätzlich riet ich ihnen, den Rasen auf der Spielfläche der Kinder extrem kurz zu halten und das Herbstlaub unter den Hecken (das feuchte Winterquartier der Zecken) im Frühling konsequent zu entfernen.

Wenige Wochen später meldete sich Herr Schmidt glücklich bei mir. Die ätherischen Öle des Lavendels hingen bei Sonnenschein wie ein Duftteppich über dem Randbeet. Der Hund stromerte weiterhin durch den Garten, doch die Zecken-Funde waren auf ein absolutes Minimum zurückgegangen. Das natürliche Schutzschild funktionierte.

Verzweifeln Sie im Frühling und Sommer auch regelmäßig an Zecken, die sich nach der Gartenarbeit oder dem Spielen auf dem Rasen an Ihnen oder Ihren Haustieren festbeißen? Sprühen Sie Ihre Kinder bisher auch jeden Tag mit chemischen, nach Essig riechenden Insektensprays ein? Schützen Sie Ihren Garten auf die biologische Art. Speichern Sie sich diese Pflanzen-Tabelle für Ihren nächsten Baumarkt-Besuch ab und teilen Sie diesen lebensrettenden Gartentrick bei WhatsApp oder in Facebook-Foren mit allen Eltern und Hundebesitzern, die Sie kennen.

Hallo, ich bin Maria! Als Autorin von „Mein Stadtgarten“ und Kopf hinter dem Erfolgsprojekt „GartenFräulein“ lebe ich für nachhaltiges Gärtnern. Mein Praxis-Wissen aus über 10 Jahren und unzähligen Pflanz-Projekten gebe ich hier auf malerharders.de an dich weiter. Egal ob kleiner Balkon oder Stadtgarten – zusammen machen wir es grün! „Trauen Sie sich einfach! Der größte Fehler beim Gärtnern ist es, aus Angst vor dem Scheitern gar nicht erst anzufangen. Jede Pflanze, die Sie selbst ziehen, ist ein kleiner Sieg für die Natur – und für Sie selbst.“ – Maria Hans

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