Bodendecker pflanzen. 3 Stauden, die Unkraut im Beet sofort ersticken

Sobald im Frühling die Sonne die Erde wärmt, beginnt in Millionen deutschen Gärten das verhassteste Fitness-Programm des Jahres. Wer Stauden, Rosen oder kleine Bäume gepflanzt hat, blickt oft auf große Flächen nackter, brauner Erde zwischen den Pflanzen. Genau diese Lücken sind das absolute Paradies für Löwenzahn, Giersch und Quecke.

Fast jedes Wochenende verbringen Hobbygärtner dann auf den Knien, um das Unkraut mühsam aus dem Boden zu kratzen. Aus purer Verzweiflung wird oft teurer Rindenmulch säckeweise auf den Beeten verteilt, der den Boden jedoch auf Dauer sauer macht und Nährstoffe entzieht.

Als Landschaftsgärtner zeige ich Ihnen heute die einzig wahre, ökologische und dauerhafte Lösung für dieses Problem!

Hören Sie auf, braune Erde zu pflegen. Ich zeige Ihnen drei geniale, extrem schnell wachsende „Teppich-Pflanzen“ (Bodendecker). Wenn Sie diese Stauden jetzt im Frühjahr in die Lücken setzen, wachsen Ihre Beete in Rekordzeit so dicht zu, dass Unkraut für immer erstickt wird und Ihr Garten im Sommer nie wieder austrocknet.

„Ich zupfe jedes Wochenende Unkraut zwischen den Rosen!“

Letzten Mai rief mich Frau Müller an. Sie hatte ein großes, teures Rosenbeet vor dem Haus angelegt.

„Die Rosen blühen toll“, erzählte sie mir. „Aber die Erde dazwischen ist ein Albtraum. Sobald es regnet, schießt das Unkraut aus dem nackten Boden. Ich komme mit dem Jäten gar nicht mehr hinterher. Soll ich überall ein schwarzes Unkrautvlies auslegen und Schotter darüberkippen?“

Ich stoppte sie sofort vor dieser ökologischen Todsünde. Nackte Erde ist in der Natur eine Wunde, die sie so schnell wie möglich schließen will – meistens mit Unkraut. Wenn wir das Unkraut besiegen wollen, müssen wir die Wunde vorher selbst mit der „lebenden Mulch-Methode“ schließen.

Bodendecker sind flach wachsende Pflanzen, die ein rasend schnelles, unterirdisches Wurzelgeflecht bilden. Sie wachsen in wenigen Monaten so dicht ineinander (Bodenschluss), dass kein einziger Sonnenstrahl mehr auf die Erde fällt. Unkrautsamen keimen im Dunkeln nicht! Zudem verdunstet das Wasser im Sommer unter diesem Blätterdach nicht, Sie sparen sich stundenlanges Gießen.

Die grünen Teppiche: 3 Turbo-Stauden für jede Lücke

Vergessen Sie teuren Rindenmulch. Schließen Sie die Lücken in Ihren Beeten jetzt im Frühling mit diesen drei eisernen Überlebenskünstlern:

  • 1. Für die harte Sonne: Der Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum)
    Der unangefochtene König der Unkraut-Vernichter! Er liebt trockene, heiße Plätze in der Sonne, wächst aber auch im Halbschatten.
    Die Superkraft: Er wächst unglaublich dicht und bildet einen bis zu 30 cm hohen, undurchdringlichen Polster-Teppich, der stark und aromatisch duftet (Schnecken hassen diesen Geruch!). Im Frühsommer überzieht er das gesamte Beet mit hunderten pinken oder weißen Blüten. Einmal gepflanzt, haben Sie an dieser Stelle für die nächsten 10 Jahre keine Arbeit mehr!

  • 2. Für die dunkle Hölle: Das Kleine Immergrün (Vinca minor)
    Haben Sie dunkle, knochentrockene Stellen unter großen Bäumen oder dichten Hecken, wo selbst Gras stirbt? Hier schlägt die Stunde des Immergrüns.
    Die Superkraft: Wie der Name verrät, behält diese Pflanze ihre sattgrünen, glänzenden Blätter auch bei Schnee und Eis im tiefsten Winter! Sie kriecht mit extrem langen Trieben blitzschnell über den schattigen Boden und wurzelt überall dort an, wo sie die Erde berührt. Im Frühling (März/April) leuchtet der tiefgrüne Teppich plötzlich durch unzählige zartblaue oder weiße Sternenblüten.

  • 3. Für den feuchten Rand: Das Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
    Wenn Sie Lücken an Teichrändern oder in eher feuchten, normalen Beeten haben, greifen Sie zum Pfennigkraut.
    Die Superkraft: Diese Pflanze wächst flach wie eine Flunder direkt auf dem Boden anliegend. Ihre kleinen, runden Blätter (die wie kleine Münzen aussehen) wachsen so extrem schnell, dass Sie fast dabei zuschauen können. Im Sommer von Mai bis Juli wird der gesamte Teppich von einem strahlenden, knalligen Sonnengelb (den unzähligen kleinen Blüten) überzogen.

Frau Müller verzichtete auf das giftige Unkrautvlies und pflanzte stattdessen kleine Gruppen des Balkan-Storchschnabels zwischen ihre Rosen. Bereits im August war von der ehemals braunen Erde nichts mehr zu sehen. Ein üppiger, lila blühender Teppich hatte die Lücken geschlossen. Das Unkraut war restlos verschwunden, und Frau Müller konnte an den Wochenenden endlich ihren Kaffee auf der Terrasse genießen, anstatt auf den Knien zu rutschen.

Ärgern Sie sich im Frühling auch jedes Wochenende über hartnäckiges Unkraut, das aus den leeren Flächen zwischen Ihren schönen Gartenpflanzen sprießt? Haben Sie bisher auch Hunderte Euro für Säcke mit Rindenmulch ausgegeben, der im nächsten Jahr schon wieder verrottet war? Arbeiten Sie mit der Natur, nicht gegen sie! Schließen Sie die braunen Wunden in Ihrem Garten mit lebenden, blühenden Teppichen. Speichern Sie sich diese drei Bodendecker-Empfehlungen für den nächsten Gartencenter-Besuch ab und teilen Sie den ultimativen Anti-Unkraut-Trick bei WhatsApp oder in Facebook-Foren mit Ihren Freunden, die in diesem Sommer endlich mehr Freizeit im Garten wollen.

Hallo, ich bin Maria! Als Autorin von „Mein Stadtgarten“ und Kopf hinter dem Erfolgsprojekt „GartenFräulein“ lebe ich für nachhaltiges Gärtnern. Mein Praxis-Wissen aus über 10 Jahren und unzähligen Pflanz-Projekten gebe ich hier auf malerharders.de an dich weiter. Egal ob kleiner Balkon oder Stadtgarten – zusammen machen wir es grün! „Trauen Sie sich einfach! Der größte Fehler beim Gärtnern ist es, aus Angst vor dem Scheitern gar nicht erst anzufangen. Jede Pflanze, die Sie selbst ziehen, ist ein kleiner Sieg für die Natur – und für Sie selbst.“ – Maria Hans