Pflegeleichte Stauden winterhart. Warum Sie das Unkrautjäten beenden können, wenn Sie diese 3 Pflanzen setzen

Es ist der Traum vieler Hausbesitzer: Ein Garten, der von Mai bis Oktober in den prächtigsten Farben blüht, Insekten anlockt und dabei fast keine Arbeit macht. Doch die Realität an den Sommerwochenenden sieht oft anders aus.

Man steht stundenlang mit dem Gartenschlauch in der Hitze, bindet abknickende Blütenstängel hoch oder rutscht auf den Knien durch die Beete, um das wuchernde Unkraut zu rupfen.

Viele geben dann entnervt auf und wandeln die Beete in langweilige Schottergärten oder leere Rasenflächen um. Als Landschaftsarchitekt kann ich Ihnen versichern: Ein bunter Garten muss nicht anstrengend sein!

Der Fehler liegt fast immer an der falschen Pflanzenauswahl. Wer durstige, empfindliche Pflanzen kauft, wird Sklave seines eigenen Gartens. Ich zeige Ihnen an einem Kundenbeispiel, wie das Konzept des „Faulenzer-Gartens“ funktioniert. Wenn Sie sich auf extrem harte, trockenresistente Stauden konzentrieren, die das Unkraut selbst ersticken, können Sie den Sommer endlich wieder im Liegestuhl verbringen.

„Ich bin nur noch der Sklave meiner eigenen Blumenbeete!“

Letzten Herbst saß ich mit Herrn und Frau Weber auf ihrer Terrasse. Sie blickten erschöpft auf ihr großes Blumenbeet.

„Wir haben im Frühling so viel Geld für Rittersporn, Hortensien und Phlox ausgegeben“, klagte Frau Weber. „Aber im Juli kam die Hitzewelle. Wir mussten jeden Abend gießen, sonst hing alles schlaff herunter. Die Nacktschnecken haben die halben Pflanzen abgefressen und das Unkraut wächst schneller, als wir zupfen können. Wir schaffen das zeitlich einfach nicht mehr.“

Ich erklärte Familie Weber, dass sie Pflanzen gekauft hatten, die extrem hohe Ansprüche an Wasser und Pflege stellten. Sie hatten gegen die Natur gearbeitet.

Die Lösung für Berufstätige und Garten-Anfänger heißt: Stauden aus der Prärie und dem Gebirge. Diese Pflanzen sind genetisch darauf programmiert, wochenlange Dürre zu überstehen, sie werden von Schnecken gemieden und wachsen so dicht, dass Unkraut gar kein Licht mehr zum Wachsen bekommt.

Die eiserne Liste: 3 Stauden, die Sie nicht umbringen können

Wir rodeten das arbeitsintensive Beet von Familie Weber und pflanzten es nach dem „Low-Maintenance“-Prinzip neu. Wir nutzten Pflanzen, die extrem frosthart sind, im Frühling von alleine wiederkommen und Trockenheit lieben.

Wenn Sie einen echten Faulenzer-Garten wollen, müssen Sie diese drei „eisernen“ Dauerblüher kombinieren:

Die eiserne Staude Ihre Superkraft im Garten Der Pflegeaufwand für Sie
1. Die Fette Henne (Sedum / Herbstfreude) Der Dürre-König: Diese Pflanze hat dicke, fleischige Blätter, in denen sie das Regenwasser wie ein Kaktus wochenlang speichert. Sie liebt pralle Sonne und karge Böden. Gleich Null! Sie müssen die Fette Henne im Sommer nicht gießen, nie anbinden (sie wächst buschig und stabil) und Schnecken hassen die dicken Blätter.
2. Der Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) Der Dauerblüher: Schiebt hunderte leuchtend violette Blütenkerzen in die Höhe und verträgt sengende Hitze. Ein absoluter Bienen- und Schmetterlings-Magnet. Extrem gering. Einziger Handgriff: Wenn die erste Blüte im Juli braun wird, schneiden Sie die Pflanze einfach komplett mit der Heckenschere ab. Sie treibt sofort neu aus und blüht im September ein zweites Mal!
3. Der Frauenmantel (Alchemilla mollis) Der Unkraut-Killer: Wächst als dichter, runder Teppich am Boden und blüht zartgelb. Die großen Blätter liegen so dicht, dass darunter kein Unkrautsamen mehr keimen kann. Gleich Null! Wächst in der Sonne und im Schatten gleichermaßen gut. Sie müssen das Beet nie wieder Unkraut jäten, wenn der Frauenmantel die Lücken schließt!

(Profi-Tipp für weniger Arbeit: Decken Sie im Frühling, kurz nachdem die Stauden aus der Erde spitzeln, alle freien Erdstellen zwischen den Pflanzen mit einer 5 cm dicken Schicht aus Holzhackschnitzeln oder feinem Rindenmulch ab. Das speichert die Feuchtigkeit im Boden und halbiert das Unkrautwachstum sofort!)

Als ich Familie Weber im darauffolgenden Hochsommer besuchte, war das Beet ein dichtes, violett-gelbes Meer. „Wir haben in diesem Jahr erst zweimal gegossen“, berichtete Herr Weber begeistert aus dem Liegestuhl. „Das Unkraut zupfen wir vielleicht einmal im Monat im Vorbeigehen, und die Schnecken interessieren sich nicht mehr für unsere Beete.“

Verzweifeln Sie im Sommer auch an Blumenbeeten, die in der Hitze sofort vertrocknen, wenn Sie nicht jeden Abend mit der Gießkanne parat stehen? Sind Sie es leid, Ihre Wochenenden auf den Knien zu verbringen, um Unkraut zwischen anspruchsvollen Pflanzen herauszuziehen? Machen Sie sich das Leben leicht und arbeiten Sie mit der Natur! Tauschen Sie durstige Exoten gegen harte, trockenresistente Stauden aus. Speichern Sie sich diese Pflanzen-Tabelle für Ihren nächsten Besuch im Gartencenter ab und teilen Sie den Traum vom pflegeleichten Garten bei WhatsApp oder in Facebook-Foren mit Freunden, die am Wochenende auch lieber auf der Terrasse entspannen möchten.

Hallo, ich bin Maria! Als Autorin von „Mein Stadtgarten“ und Kopf hinter dem Erfolgsprojekt „GartenFräulein“ lebe ich für nachhaltiges Gärtnern. Mein Praxis-Wissen aus über 10 Jahren und unzähligen Pflanz-Projekten gebe ich hier auf malerharders.de an dich weiter. Egal ob kleiner Balkon oder Stadtgarten – zusammen machen wir es grün! „Trauen Sie sich einfach! Der größte Fehler beim Gärtnern ist es, aus Angst vor dem Scheitern gar nicht erst anzufangen. Jede Pflanze, die Sie selbst ziehen, ist ein kleiner Sieg für die Natur – und für Sie selbst.“ – Maria Hans

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