8 mai arbeiten zuschlag: Wer 2026 profitiert und wie die Rechtslage aussieht

Gehaltsabrechnung mit markiertem Feiertagszuschlag auf einem Schreibtisch.

Wer zum Thema 8 mai arbeiten zuschlag recherchiert, stößt oft auf gefährliches Halbwissen. Fakt ist: Ob Ihnen am 8. Mai ein Feiertagszuschlag zusteht, hängt exakt von Ihrem Arbeitsort ab. Während die meisten Deutschen an diesem Freitag im Frühling 2026 regulär arbeiten, sichert das Arbeitsrecht Angestellten in genau einem Bundesland lukrative steuerfreie Zuschläge zu. Wir klären die Rechtslage schnell und präzise.

Warum und wo der 8. Mai ein bezahlter Feiertag ist

Um das Prinzip des Zuschlags zu verstehen, müssen wir einen Blick auf die deutsche Gesetzgebung werfen. Der 8. Mai ist der „Tag der Befreiung“. Doch anders als oft angenommen, ist dieser Tag kein bundesweiter Feiertag. Die Regelung ist strikt Ländersache. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern wurde dieser Tag dauerhaft zum gesetzlichen Feiertag erklärt. In Berlin gab es 2020 eine einmalige Ausnahme, die aktuell nicht mehr gilt.

Wenn Sie in Mecklenburg-Vorpommern arbeiten und an diesem Feiertag zum Dienst eingeteilt sind, greift das Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Das Gesetz selbst garantiert Ihnen primär einen Ersatzruhetag. Der tatsächliche finanzielle 8 mai arbeiten zuschlag ergibt sich jedoch aus Ihrem Arbeitsvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder einem Tarifvertrag (wie beispielsweise von ver.di oder der IG Metall). Der Clou dabei: Das Einkommensteuergesetz (EStG) regelt in § 3b, dass Feiertagszuschläge bis zu 125 Prozent des Grundlohns komplett steuer- und beitragsfrei bleiben. Jeder Euro extra landet also brutto wie netto auf Ihrem Konto.

Die Rechtslage in der Übersicht

Bundesland / Arbeitsort Recht auf Feiertagszuschlag am 8. Mai?
Mecklenburg-Vorpommern Ja (sofern vertraglich / tariflich vereinbart)
Berlin & alle anderen 14 Bundesländer Nein (regulärer Arbeitstag)

Schritt-für-Schritt: So prüfen Sie Ihren Anspruch für den Mai 2026

Gehen Sie systematisch vor, um sicherzustellen, dass Ihre Lohnabrechnung durch gängige Software wie DATEV oder Lexware korrekt erstellt wird:

  1. Arbeitsort bestimmen: Ausschlaggebend ist nicht der Hauptsitz Ihres Unternehmens, sondern Ihr tatsächlicher, vertraglicher Arbeitsort. Arbeiten Sie dauerhaft in einer Filiale in Schwerin, gilt das Feiertagsrecht von Mecklenburg-Vorpommern.
  2. Vertragsgrundlage prüfen: Suchen Sie in Ihrem Arbeits- oder Tarifvertrag nach dem Stichwort „Feiertagszuschlag“. Dort ist die prozentuale Höhe (meist zwischen 50 und 125 Prozent) festgeschrieben.
  3. Stundenzettel dokumentieren: Erfassen Sie Ihre geleisteten Stunden am 8. Mai minutengenau. Nutzen Sie hierfür die von Ihrem Arbeitgeber bereitgestellte Zeiterfassungssoftware (z.B. von Personio oder Haufe).
  4. Abrechnung kontrollieren: Prüfen Sie Ihre Gehaltsabrechnung Ende Mai. Der Zuschlag muss als separater, steuerfreier Posten ausgewiesen sein.

„Viele Arbeitnehmer verschenken bares Geld, weil sie nicht wissen, dass der Arbeitsort und nicht der Wohnort über den Feiertagsstatus entscheidet. Wer in Schleswig-Holstein wohnt, aber in Mecklenburg-Vorpommern arbeitet, hat am 8. Mai Anspruch auf die vollen Feiertagsregelungen.“
Dr. Thomas Richter, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gilt der Zuschlag auch, wenn ich am 8. Mai im Homeoffice arbeite?

Ja, aber Vorsicht: Wenn Ihr vertraglicher Arbeitsort (z.B. das Büro) in Mecklenburg-Vorpommern liegt, Sie aber aus einem anderen Bundesland im Homeoffice arbeiten, gilt in der Regel weiterhin das Feiertagsrecht von Mecklenburg-Vorpommern. Sie haben frei oder erhalten bei Arbeit den entsprechenden 8 mai arbeiten zuschlag. Die arbeitsvertragliche Zuweisung ist entscheidend.

Kann der Arbeitgeber den Zuschlag durch Freizeit ausgleichen?

Grundsätzlich sieht das Gesetz für Feiertagsarbeit einen Ersatzruhetag vor. Ob dieser durch Freizeit oder durch einen finanziellen Zuschlag abgegolten wird, hängt von Ihrem Arbeits- oder Tarifvertrag ab. Viele Verträge kombinieren beides: Freizeitausgleich plus einen prozentualen finanziellen Aufschlag.

Sind Feiertagszuschläge immer komplett steuerfrei?

Nur bis zu einer bestimmten Grenze. Das Einkommensteuergesetz erlaubt eine Steuerfreiheit für Feiertagszuschläge bis maximal 125 Prozent des Grundlohns. Wichtig: Der Grundlohn darf für diese Berechnung maximal 50 Euro pro Stunde betragen. Alles, was darüber hinausgeht, muss regulär versteuert werden.

Hallo, ich bin Michael Christian, Inhaber des Malerfachbetriebs und Experte für ökologisches Wohnen. Seit vielen Jahren sorge ich mit natürlichen Materialien wie Kalk- und Lehmputz für ein gesundes Raumklima. Mein Praxiswissen von der Baustelle gebe ich hier auf malerharders.de an Sie weiter. Egal ob clevere DIY-Tricks, nachhaltige Renovierungen oder Hilfe bei Schimmel – ich zeige Ihnen, wie Handwerk wirklich funktioniert.